Rezension von Biskaya

Im ersten Roman von SchwarzRund begleiten die Leser_innen Tue die Hauptprotagonist_in durch ihren Alltag. Tue verdient ihr Geld als Sängerin in einer deutschsprachigen Indie-Band. In ihrer Band läuft es aber gerade nicht so gut. Die einzige Person bei der Tue Halt findet ist ihr Freund Matthew. Tues Alltag bewegt sich zwischen den Lebensrealitäten einer Schwarzen Person in Berlin, Psychiatrieerfahrungen und queerer Wahlfamilie. Außerdem erfährt mensch noch sehr spannende Details über die Widerstandsstruckturen auf Biskaya einer von SchwarzRund geschaffenen Insel vor Europa mit ausschlieslich Schwarzer Bevölkerung und was dies mit Tue zu tun hat. SchwarzRund verhandelt somit Deutschen Kolonialismus. In ihrem 1. und hoffentlich nicht letzten Roman vermittelt SchwarzRund Der Leser_innenschaft das Gefühl trotz fiktiver Erzählstränge das sie die Autor*in immer über die Realitäten ihrer Buchheld_in bescheid wusste. SchwarzRund konstruierte eine Geschichte aber die Perspektiven aus denen sie schreibt sind es nicht. Das alles macht Biskaya für mich nicht nur zu einem sehr guten und schönen Buch sondern zu einem überzeugenden Stück Literatur welches in seiner Komplexität einfach Großartig ist.

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